Am 16. Juli hatten wir Vertreter:innen der Stadt Kirchheim / Teck zu einem Impulsvortrag mit anschließendem Austausch zum Thema „Jugendliche Psyche in der Krise: Voraussetzungen für Unterstützung, Schutz und Prävention“ eingeladen.
Nach Begrüßung und kurzer Vorstellung des AKLs und unserer Angebote durch Kathrin Paul-Prössler, stellte Saskia Brandstetter von der AOK aktuelle Zahlen zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen vor. Fazit: Seit der Corona-Pandemie ist ein stetiger Anstieg bei den psychischen Erkrankungen zu beobachten. Besonders betroffen ist die Altersgruppe 5-9 Jahre, demnach Kinder im Grundschulalter. Insgesamt war 2024 knapp jedes 5. Kind, welches bei einem Arzt vorstellig war, psychisch belastet / erkrankt.
Im Anschluss berichtete Kathrin Paul-Prössler, wie diese Entwicklung auch bei der Arbeit im AKL bemerkbar wird und welche Präventionsangebote des AKL helfen sollen, diesem Trend entgegenzuwirken. In einem anschließendem Austausch wurde die Bedeutung von Prävention von allen Teilnehmenden unterstrichen. Prävention senkt die Hemmschwelle, über Belastungen und Krisen zu sprechen und fördert Chancengleichheit und Hilfe zur Selbsthilfe. Zudem entlasten Präventionsangebote wie das Jugendpräventionsprojekt und Schulung von Multiplikatoren Schulsozialarbeitende, Lehrkräfte, Kommunen und Krankenkassen durch reduzierte Folgekosten.
Der Austausch soll Start sein, das Thema Prävention weiter in den Fokus zu rücken. Gemeinsam wurden erste Ansätze besprochen, wie beispielweise in der Zukunft mehr Multiplikatoren geschult werden könnten. Dazu wurden auch die, im Rahmen der Kooperation „Psychische Gesundheit von Jugendlichen im Landkreis Esslingen: Stärkung & Sensibilisierung“ mit der AOK, kostenlosen kommenden Schulungen für Eltern, Angehörige sowie Fachpersonal vorgestellt.
Wir bedanken uns bei Frau Kullen, den Gemeinderät:innen Frau Selck und Herr Brinker sowie den Vertreter:innen der AOK, Herr Biehle und Frau Brandstetter für die Teilnahme und den produktiven Austausch.
